Unser Haustierarzt

Unser Haustierarzt
bekannt aus der Fersehserie
"Hund,Katze,Maus"
beim Fernsehsender VOX
" Dr.Wolf "

 

Labradorhündin Collin im Mutterglück

hundkatzemaus-Tierarzt Dr. Wolf untersucht den Nachwuchs von Retrieverhündin Collin.

 

Sprechstunde Dr. Wolf
hundkatzemaus-Tierarzt Dr. Wolf kümmert sich diesmal um die frischgebackene Hundemama Collin und ihre junge Rasselbande.

Die Retrieverhündin ist mit ihrer schokoladenbraunen Färbung der ganze Stolz von Labradorzüchterin Anne Foller. Bei den Welpen steht nun die erste Wurfkontrolle an. Der Nachwuchs ist zwar erst seit sieben Wochen auf der Welt, für sein Alter aber schon recht propper. Bei der Untersuchung entzücken die goldigen Zwerge durch eine Freundlichkeit, Gelassenheit und Neugier, die selbst Dr. Wolf schwach werden lässt. Leider sind alle Knirpse schon vergeben. Aber sind die Babys auch gesund und munter?

Bei der Wurfkontrolle werden nicht nur die Neugeborenen untersucht. Auch der Zustand der Hundemutter wird nach der kräftezehrenden Geburt eingehend überprüft. Hierbei wird ein besonderes Augenmerk auf das Gesäuge gelegt. Eine Verhärtung oder Verstopfung der Milchdrüsen kann schnell problematisch werden, da die Welpen besonders in den ersten Lebenswochen auf die nährstoffreiche Muttermilch angewiesen sind. Das sollte auch bei der Fütterung der Hundemama berücksichtigt werden. Während der Laktation (Stillzeit) sollte die Nahrung genügend Mineralstoffe und Eiweiße enthalten, da diese die Milchproduktion ankurbeln.

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Trächtige Hündin
Warten auf die Geburt

hundkatzemaus-Tierarzt Dr. Wolf macht einen Hausbesuch bei der trächtigen Labradorhündin "Amelie". Heute ist der 61. Schwangerschaftstag, deshalb will Dr. Wolf kontrollieren, ob mit dem Muttertier und den ungeborenen Welpen alles in Ordnung ist.
In der Regel ist eine Tragezeit bis zum 63. Tag unbedenklich. Lassen die Wehen allerdings noch länger auf sich warten, kann es zu schwerwiegenden Komplikationen für Mutter und Welpen kommen. Die Ursache hierfür könnte eine Wehenschwäche sein, oder aber ein im Geburtskanal festsitzender welpe.
Anzeichen für eine kurz bevorstehende Geburt sind u.a., dass Milch ins Gesäuge schießt, die Bänder im Beckenbereich erschlaffen und die Körpertemperatur unter 38°C fällt. Die werdende Hundemama "Amelie" ist in einer sehr guten Verfassung, doch noch ist kein Anzeichen für die Geburt zu erkennen. Es wird vermutlich noch mindestens einen weiteren Tag dauern.

Trächtigkeit der Hündin
Eine Trächtigkeit dauert bei der Hündin etwa 62 Tage, bekommt sie viele Welpen, findet die Geburt meist früher, also ca. zwischen dem 58 und dem 60. Tag statt.

Dass eine Hündin trächtig ist, kann man daran erkennen,ass sich die Vulva nach der Läufigkeit nicht komplett zurückbildet. Außerdem werden die Zitzen größer und färben sich dunkel.

 Auch der Charakter der trächtigen Hündin verändert sich: Sie wird ruhiger und schläft viel. Ca. 20 Tage nach der Paarung ist es möglich, mit dem Ultraschallgerät eine eventuelle Trächtigkeit festzustellen. Ab dem 40. Tag lassen sich dann Schädel, Knochen und Rippen der Welpen erkennen.

Wichtig: Leben Hündin und Rüde in einem Haushalt zusammen und ist eine Trächtigkeit unerwünscht, sollten die Tiere in der gesamten Hitzephase der Hündin getrennt, bzw. eines der beiden kastriert werden. Eine weitere Möglichkeit, die Läufigkeit einer Hündin zu verhindern, ist eine Hormonbehandlung. Die Verhinderung einer Trächtigkeit ist vor allem dann wichtig, wenn miteinander verwandte Hunde zusammen gehalten werden. Welpen, die aus einer Inzucht entstehen, können mit Missbildungen auf die Welt kommen. Auch die Trächtigkeit bei sehr jungen Hündinnen kann kritisch sein, da diese noch nicht die notwendige physische und psychische Reife besitzen.
Wurfkontrolle

Mutterglück einer Hundemama

Foto: VOX/VP

Leider hat "Amelie" bis zum 65. Tag übertragen und die Welpen mussten per Kaiserschnitt geholt werden. Jetzt will der Tierarzt schauen, ob Muttertier und Babys wohlauf sind und ob die Kaiserschnittnarbe gut verheilt. Nacheinander werden die Welpen begutachtet. Hierbei ist besonders auf den Heilungsprozess des Bauchnabels und auf eventuelle Verklebungen, Verschlüsse oder Deformationen der Körperöffnungen zu achten - "Amelies" Welpen entwickeln sich prächtig und sind alle wohlauf.
Antibiotikum gegen aufkeimende Infektion

Beim Abtasten der Labradorhündin stellt Dr. Wolf fest, dass sich sowohl Bauch und Gesäuge als auch die Ohren sehr heiß anfühlen. Obwohl das Gesäuge weich ist, könnte es sich um eine Entzündung handeln. Zur Sicherheit verabreicht der Tierarzt ein Langzeitantibiotikum,
das 48 Stunden wirkt und eine Entzündung der Gebärmutter oder des Gesäuges verhindern soll. Anders als z.B. bei einer vorangeschrittenen Entzündung der Milchdrüsen (Mastitis), ist das weitere Säugen für die Neugeborenen unbedenklich. Eine Mastitis ist für die Hündin in der Regel sehr schmerzhaft und kann durch eine Vielzahl von Erregern ausgelöst werden, vornehmlich Strepto- oder Staphylokokken. Gesäuge und Zitzen sind dann stark angeschwollen

Foto: VOX/VP

und sehr heiß, zudem kann sich Eiter bilden oder sogar Gewebe absterben. In der Milch sind häufig Flocken (Fibrin), Eiter- und/ oder Blutbeimengungen zu erkennen. Im schlimmsten Fall muss das Gesäuge dann aufgeschnitten und das entzündete Gewebe entfernt werden. Die Welpen dürfen dann unter keinen Umständen an das Gesäuge gelangen und müssen mit der Flasche gefüttert werden, weil die Erreger für sie tödlich sein können.

Dr. Wolf vergewissert sich auch, ob "Amelie" den typischen braun-roten Wochenfluss (Lochialsekret) absondert. Mit diesem Sekret spült der Körper noch bis zu 10 Tage nach der Geburt alle in der Gebärmutter verbliebenen Rückstände wie Schleim und Zellbestandteile heraus. Bleibt dieser Ausfluss aus oder verändert nach einiger Zeit seine Farbe, muss eine Hündin sofort untersucht werden.